Beethoven in Wien

Im Gegensatz zu Mozart, der erst im 19. Jahrhundert zu Ruhm gelangt, wird Beethoven bereits zu Lebzeiten als Heros gefeiert. Sein Werk wird für Zeitgenossen und Nachfahren zum Inbegriff von Musik als kraftvoll zusammengefasster Individualität.

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© Wien Museum/Lisa Rastl
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Er ist ein Mythos, ein Genie mit idealistischer Gesinnung und zugleich dämonischen Zügen, sein Leben ein dramatisches Beispiel für den Weg eines Menschen »durch Nacht zum Licht«.

Neben Beethovens Werk fasziniert auch die facettenreiche, eigenwillige Persönlichkeit des Komponisten. Den Zeitgenossen erscheint er als Kraftgenie, Sinnbild des Willens und der göttlichen Inspiration. In Adelskreisen gilt er als Musikfürst und rebellischer Republikaner. Doch sein Wesen ist unberechenbar, und er gibt sich bald schwärmerisch, bald jähzornig. Er ist voll Schaffenslust, die oft von der Liebe, vom Eros inspiriert ist, und pflegt innige Freundschaften, die er wegen Nichtigkeiten zerbricht. 

Die tiefen Krisen, in die er immer wieder stürzt, fordern seine ganze Willens- und Lebenskraft. 1802 schreibt er an seine Brüder »[Es] brachte mich nahe an Verzweiflung, es fehlte wenig, und ich endigte selbst mein Leben – nur sie die Kunst, sie hielt mich zurück, ach es dünkte mir unmöglich, die welt eher zu verlassen, bis ich das alles hervorgebracht, wozu ich mich aufgelegt fühlte, und so fristete ich dieses elende Leben – wahrhaft elend.«

Als Spaziergang, Innenbesichtigung (Wohnung Heiligenstadt oder Pasqualatihaus) oder Rundfahrt möglich – auch als Kombination.