Wien um 1900

Die pulsierende Donaumetropole Wien war um 1900 von Gegensätzen geprägt: Sie war gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellek­tuellen, der prachtvollen Ringstraße und der endlosen Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservativismus und des Aufbruchs in die Moderne.

© Wehr & Wehr
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Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Symbolismus und Selbstbefragung bezeichnen den existierenden Pluralismus jener Zeit und markieren Wien als Versuchsstation und Ideenlaboratorium und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneue­rungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu fand eine einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, es wurden in Wien entscheidende Wegmarken für die kulturelle Entwicklung des zwanzigsten Jahrhunderts gesetzt, von der Psychoanalyse Sigmund Freuds bis zur atonalen Musik Arnold Schönbergs. Mit der Gründung der Wiener Sezession im Jahre 1897 begann eine außergewöhnliche Gruppe von Künstlern, Architekten und Designern, diesem einzigartigen Moment des Aufbruchs der Moderne zusätzliche Glanzlichter aufzusetzen. Aber auch in der Mathematik, der Medizin und den Wirtschafts- und Rechtswissenschaften kommt es zu einer Blütezeit.

Diese Führung wird sowohl als Innenbesichtigung angeboten (Besuch des Leopold Museum), als auch als Spaziergang (Ringstraße) oder als Stadtrundfahrt – eine Kombination ist auch möglich.