Medizinisches Wien

Wiener Medizingeschichte von den Anfängen bis zur Gründung der Ersten Wiener Medizinischen Schule im späten 18. Jahrhundert

© iStock/Nikola Nastasic
© Wehr & Wehr
previous arrow
next arrow
Slider

Schon die Kelten haben medizinische Spuren in Wien hinterlassen. Jedoch kann man erst ab Gründung der Universität Wien im Jahre 1365 von der Medizin als Wissenschaft sprechen. Als im Jahre 1394 Anatomie erstmals als eigenständiges Lehrfach eingeführt wurde, dauerte es nicht mehr lange, bis im Raum nördlich der Alpen die erste Obduktion durchgeführt wurde: nämlich 1404.

Aber noch im 19. Jahrhundert waren die Menschen ihren Krankheiten hilflos ausgeliefert, und ebenso hilflos standen die Heiler am Krankenbett. Es gab zwar geprüfte Medici, Physici oder Buchärzte, Bader, Balbierer und Chirurgen, Wundärzte und Feldscherer, Heilkünstler und selbsternannte »Doktoren« – aber am Ende »halfen« nur noch die Heiligen oder Gott.

Erst im 19. Jahrhundert gelang durch bahnbrechende Entdeckungen und Reformen im Krankenwesen und der Medizin die Kehrtwende, welche den Wienern Karl Landsteiner, Julius Wagner-Jauregg oder Robert Bárány den Weg zur höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung der Welt ebneten: dem Nobelpreis.